Die internationalen Touristenankünfte verzeichneten den höchsten Anstieg seit sieben Jahren seit 2010, etwa 84 Millionen mehr als 2016, und erreichten im vergangenen Jahr 1,3 Milliarden, ein Anstieg von 6,8% im Jahresvergleich und weit über der langfristigen Prognose der Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen von 3,8% pro Jahr für den Zeitraum 2010-2020. In 2017 war eine anhaltende Reisenachfrage nach Zielen in allen Regionen der Welt erkennbar, mit der starken Erholung der Auslandsnachfrage aus Brasilien und Russland nach einigen Jahren des Rückgangs und dem anhaltenden Anstieg Indiens, das auch zum Eingangsverkehrswachstum in vielen Zielorten beitrug. Nach Regionen wuchsen Afrika und Europa überdurchschnittlich mit 8,7% bzw. 8,2% im Jahresvergleich. Nach Subregionen führten Nordafrika sowie Süd- und Mittelmeereuropa die Ergebnisse 2017 an, was eine feste Nachfrage nach Mittelmeerzielen widerspiegelte. Ebenso erreichten die realen internationalen Tourismuseinnahmen oder besser gesagt, die um Wechselkursschwankungen und Inflation bereinigten Einnahmen 2017 1,34 Billionen, ein Anstieg von 4,9% im Jahresvergleich. Zusätzlich zu den Tourismuseinnahmen erwirtschaftete der internationale Tourismus zusätzliche 240 Milliarden US-Dollar aus erbrachten internationalen Passagiertransportdienstleistungen. Somit ist der Tourismus mit einem Gesamtwert von rund 1,6 Billionen US-Dollar die drittgrößte Exportkategorie der Welt nach Chemikalien und Kraftstoffen, mit einem Durchschnitt von 4 Milliarden US-Dollar pro Tag.
Quelle: Tratok Ltd, Bloomberg, Welttourismusorganisation (UNWTO).
Die Anzahl der internationalen Touristenankünfte in Millionen:
| 1995 | 2000 | 2005 | 2010 | 2015 | 2016 | 2017 | |
| Europa | 308.5 | 392.9 | 452.7 | 487.7 | 605.1 | 619.5 | 670.6 |
| Asien und Pazifik | 82.0 | 110.4 | 154.1 | 208.2 | 284.1 | 306 | 323.1 |
| Amerika | 108.9 | 128.2 | 133.3 | 150.4 | 193.8 | 200.7 | 208.7 |
| Afrika | 18.7 | 26.2 | 34.8 | 50.4 | 53.6 | 57.7 | 62.7 |
| Naher Osten | 12.7 | 22.4 | 33.7 | 55.4 | 58.1 | 55.6 | 58.1 |
Quelle: Welttourismusorganisation (UNWTO).